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Freitag, 05 Februar 2016 16:12

Der europäische Führerschein im Vergleich

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Es ist allgemein bekannt, dass sich die europäischen Länder teils sehr erheblich in Bezug auf Verkehrsregeln unterscheiden. In der Vergangenheit wurden Aspekte wie die jeweiligen Geschwindigkeitsbegrenzungen, Alkohol- sowie Mautregelungen behandelt. Es überrascht daher nicht, dass es auch weitreichende Unterschiede bei der Erlangung der Fahrerlaubnis beim Vergleich mit unseren Nachbarn gibt. Im Folgenden erfahren Sie das Wichigste rund um Kosten, Mindestalter, Probezeit usw. für Frankreich, die Niederlande, Spanien sowie Großbritannien.

Ein Fahrlehrer und seine junge Schülerin

deutsche-eu-fuhrerscheinkarte

Beim Mindestalter sind die Unterschiede nicht so groß. So darf in den Niederlanden und in Deutschland ab 17 Jahren in Begleitung Auto gefahren werden. In Frankreich ist es ab 16 und in Spanien ab 18 Jahren erlaubt. In Großbritannien darf man ab 17 Jahren mit einem provisorischen Führerschein ohne vorherige Prüfung, im Beisein einer Person über 21 Jahre, die seit mindestens drei Jahren eine volle Fahrerlaubnis besitzt, Auto fahren. Dies schließt lediglich Autbahnen aus.

Bei der Mindestanzahl an Stunden, ob praktisch oder theoretisch, die Fahrschüler absolvieren müssen, zeigen sich zwischen den Ländern einige Unterschiede. Während in Großbritannien, den Niederlanden und Spanien kein Minimum an Stunden absolviert werden muss, müssen Fahrschüler in Frankreich 20 praktische Fahrstunden vorweisen können. Deutschland lässt mit einem Minimum von insgesamt 30 Stunden Lernende am längsten die Schulbank drücken.

Durchschnittliche Kosten

Diese Unterschiede sorgen dementsprechend auch für erhebliche Schwankungen zwischen den europäischen Ländern im Bezug auf die durchschnittlichen Kosten einer Fahrerlaubnis. Die Frage nach den Kosten des Führerscheins in Deutschland ist die Informations-Webseite Fahrtipps nachgegangen und alle Gebühren und Nebenkosten einer typischen Pkw-Ausbildung durchgerechnet. Dabei ist herausgekommen, dass basierend auf einer Anzahl von 35 Fahrstunden und abhängig von der Region und der Begabung des Schülers, deutsche Fahrschüler schon mal bis zu 1.900 Euro hinlegen müssen. Die Briten und Franzosen kommen auf bis zu 1.600 Euro, die Niederländer auf bis zu 2.000 Euro und die Spanier auf 1.300 Euro. Immer vorausgesetzt, man fällt bei der Fahrprüfung nicht ein- oder mehrmals durch, was zusätzlichen Kosten erzeugt.

Hat man dann alle vom Gesetz vorgegebene Fahrstunden absolviert und auch alle Gebühren bezahlt, steht der große Tag der Fahrprüfung an. Verglichen mit unseren europäischen Nachbarn, gibt es für deutsche Fahrschüler bei der theoretischen Prüfung keine zeitliche Begrenzung, um die gestellten Fragen zu beantworten. Darauf folgen die Niederländer, die anderthalb Stunden für die theoretische Prüfung Zeit haben, und die Briten mit einer Stunde. Beeilen müssen sich die Fahrschüler in Frankreich und Spanien, die jeweils nur 30 Minuten haben, alle Fragen zu beantworten. Bei der praktischen Fahrprüfung jedoch gibt es weniger zeitliche Unterschiede. Hier müssen Fahrschüler in den jeweiligen Ländern zwischen 40 und 60 Minuten neben dem Prüfer schwitzen.

Deutsche EU-Führerscheinkarte

Nach bestandender Prüfung, beginnt in Deutschland die Probezeit, die zwei Jahre, und bis zu vier Jahren bei Verkehrsdelikten, dauert. Bei unseren Nachbarn sieht das teilweise ganz anders aus. So fahren die Niederländer fünf Jahre auf Probe Auto, während es in Spanien überhaupt keine Probezeit gibt. In Großbritannien und Frankreich beträgt die Probezeit jeweils zwei und drei Jahre.

Überraschend ist, dass die Niederlande nicht nur bei der Probezeit, sondern auch bei der Ahndung von Verkehrsdelikten am strengsten sind. Hier wird der Führerschein nach zwei schweren Delikten entzogen. In anderen Ländern, wie z.B. Deutschland und Großbritannien, werden Punkte gesammelt, und bei einer bestimmten Anzahl (Deutschland 8 Punkte, UK 12 Punkte) wird die Fahrerlaubnis entzogen. Anders gestaltet sich das ganze in Frankreich und Spanien. Dort starten Autofahrer mit 12 Punkten. Bei Verstößen werden Punkte abgezogen bis der Kontostand auf Null steht und es zum Entzug der Erlaubnis kommt.

Versicherungsprämien

Was allen fünf Ländern jedoch gemein ist und keine Überraschung sein sollte, ist wie teuer es für junge Fahrer sein kann eine Autoversicherung abzuschließen. Abgesehen von Zusatztraining oder begleitendem Fahren, wodurch die Höhe der Prämien verringert werden kann, zahlen sie erheblich mehr. In Deutschland z.B. kann die Prämie bis doppelt so hoch sein. Erst ab dem 23. Lebensjahr verringern sich die Kosten. Ähnlich ergeht es jungen Fahrern in Frankreich. In den Niederlanden senken sich Versicherungsbeiträge ab dem 24. und in Spanien und Großbritannien ab dem 25. Lebensjahr.

Erhöhte Altersgrenzen existieren auch bei der Leihwagenmiete. Möchte man sich als junger Fahrer in Deutschland ein Auto mieten, muss man bei den meisten Anbietern mindestens 21 Jahre alt sein und ein Jahr Fahrpraxis vorweisen können. Das gilt auch für Mietwagefirmen in Frankreich, Spanien und Großbritannien. In den Niederlanden muss man ein wenig älter sein. Hier ist das Mindestalter für die Automiete 23.

Egal wie viele Unterschiede es auch zwischen den europäischen Ländern gibt, eines steht jedoch fest. Die Fähigkeiten junger Fahrer, oder solche, die es werden wollen, werden in der Tat auf Herz und Nieren geprüft, ob sie nun in Spanien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien oder den Niederlanden ausgebildet werden.

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Letzte Änderung am Freitag, 05 Februar 2016 16:46
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