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Dienstag, 10 Juni 2014 10:17

Mietwagen: Die versteckten Kosten

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Mit dem Mietwagen im Sommerurlaub unterwegs – versteckte Kosten können den Mietpreis binnen einer Woche mehr als verdoppeln!

Die Sommersaison steht vor der Tür. Wer kostengünstig in die Ferne reisen möchte und vor Ort doch flexibel sein will, setzt auf die Kombination „Billigflieger und Mietwagen“. Die Kosten für einen Mietwagen belaufen sich durchschnittlich auf knapp 250€ für eine Woche. Doch wer nicht über die versteckten Kosten Bescheid weiß, und die gängigen Zusatzleistungen der Anbieter in Anspruch nimmt, zahlt schnell 350€ (!) drauf.

Patrick Oppelt, Jurist des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland, warnt: „Die Unternehmen sind kreativ“ Sie seien stetig auf der Suche nach Lücken für Zusatzkosten, um Ihre Umsätze zu steigern und „lassen sich dabei auch von anderen Mietwagenfirmen inspirieren“. Kunden sollten sich somit im Vorhinein umfassend informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Was Sie über die Preisfallen wissen müssen und wie Sie zu umgehen sind, lesen Sie im folgenden Beitrag.

Unsere Recherche

Infografik

Vier der größten Anbieter in Europa, Avis, Europcar, Sixt und Hertz, die auch im Ausland das Vertrauen der Deutschen erwecken, wurden für die genannten Kostenpositionen unter die Lupe genommen. Diese wurden teils auf den Webseiten extra aufgeführt, dem Buchungsprozess entnommen oder telefonisch erfragt.

Auf Basis der einzelnen Kosten wurden Durchschnittswerte unter Berücksichtigung aller vier Anbieter ermittelt, welche in einer Infografik zusammengefasst wurden. Die Kostenpositionen werden nachfolgend je nach Höhe aufgeführt.

Das Szenario

Strandurlaub in Spanien Traumurlaub für viele deutsche Familien: Relaxen am Strand in Spanien © Flickr - Mhuber

Die typische Mittelstandsfamilie fährt mit zwei Kindern (ein Kleinkind) in den Sommerurlaub in das Lieblingsurlaubsland der Deutschen – Spanien. Die Familie verbringt eine Woche in dem Land mit dem durchschnittlichen Preisniveau; Anreise per Flugzeug, Anmietung und Rückgabe eines Leihwagens am Flughafen.

Hierzu benötigen Sie die folgenden gängigen Zusatzleistungen die von den großen Herstellern angeboten werden:

  • Zusätzlicher Fahrer
  • Navigationsgerät
  • Kindersitz
  • Zusatzversicherung (Selbstbeteiligung auf null setzen)
  • Tankservice (10 Liter)
  • Standortzuschlag – Anmietung Flughafen/Bahnhof

Die Kostenfakoren

1. Zusatzversicherung – Selbstbeteiligung auf null setzen (125,11 €/Woche)

Die gesetzliche Basisversicherung für Mietwagen bietet im Schadensfall keinen umfassenden Schutz für den Verbraucher. Typische Selbstbeteiligungsbeträge reichen von 500 € bis zu 2.000 €, je nach Mietwagenklasse. Sogar wenn Drittverschulden die Ursache ist (z.B. Diebstahl) oder höhere Gewalt (Hagel) wird die Selbstbeteiligung häufig eingezogen, insbesondere weil bestimmte Teile wie zum Beispiel die Windschutzscheibe oder die Felgen nicht von der Basisversicherung geschützt werden.

Einen umfassenden Schutz garantiert nur eine Zusatzversicherung, um sich der Selbstbeteiligung zu entziehen. Diese werden auch von den Herstellern aus genannten Gründen explizit bei der Anmietung empfohlen. Die täglichen Kosten hierfür reichen von 15,50 (Europcar) – 21,00 Euro (Hertz). Im Durchschnitt fallen für diese Zusatzversicherung für eine Woche 125.11 € an weiteren Kosten an.

Unser Tipp: Versicherungen bei externen Anbietern im Vorhinein buchen, diese sind zum Beispiel bereits ab 4,99 € pro Tag bei uns erhältlich.

2. Navigationsgerät (65,80 €/Woche)

Das Navi geht schnell unter in der gesamten Urlaubsplanung und ist doch essenziell um sich in fremden Gefilden zurechtzufinden.

So sollte das eigene Navi in jedem Fall mitgenommen werden, denn es nimmt nicht viel Platz im Koffer ein und kann doch viel Geld einsparen. Leihkosten betragen pro Tag zwischen 6,00 Euro (Europcar) und 17,60 € (Hertz), im Durchschnitt kann das Navi für eine Woche 65,80 € kosten.

Ist das mitgenommene Navi zu alt, deckt nicht das Zielland ab oder hat einfach den Geist aufgebeben ist man jedoch immer noch nicht auf das Gerät der Mietwagenfirmen angewiesen.

Gratis Navigationsapp NavFree: Gratis Navigationsapp mit Offline Modus © Flickr - Harry Wood

Unser Tipp: Es gibt zahlreiche kostenfreie Apps für das Smartphone oder Tablet; z.B. kann man die App „Navfree“ mit Karte des Ziellandes runterladen (diese kann offline genutzt werden). Eine Vorrichtung für die Installation des Telefons im Auto kostet nur 6,00 € und kann ebenfalls online bestellt werden.

3. Zusätzlicher Fahrer (51,96 €/Woche)

Aus versicherungstechnischen Gründen darf ein Mietwagen nur von einem gegenüber der Autovermietung angegebenen Fahrer gesteuert werden. Grundsätzlich gilt der Mieter zugleich als Fahrer, die ergänzende Angabe eines Zusatzfahrers ist jedoch möglich.

Alle Autovermietungen berechnen für die Eintragung eines Zusatzfahrers einen Preisaufschlag. Besonders bei geplanten längeren Fahrten empfiehlt sich die Angabe eines weiteren Fahrers. Ohne Eintragung darf ein Leihwagen nur in Notfällen von einer anderen Person gesteuert werden, wobei auch dann nach Möglichkeit die Vermietungsgesellschaft informiert werden muss. Der nicht vereinbarte Einsatz eines weiteren Fahrers gefährdet den Versicherungsschutz für den Mietwagen und ist als unnötiges Kostenrisiko zu vermeiden.

Die täglichen Kosten für einen Zusatzfahrer können zwischen 6,00 € (Europcar) und 10,70 € (Hertz) variieren, in einer Woche belaufen sich die Kosten im Durchschnitt auf 51,96 €.

Unser Tipp: Noch einmal überprüfen: Ist bei der geplanten Streckenlänge wirklich ein weiterer Fahrer nötig? Außerdem, wie sicher ist der potenzielle Zusatzfahrer auf ausländischen Straßen – besteht evtl. die Möglichkeit, dass er/sie sich sowieso drückt und am Ende nur 1-2-mal auf Kurzstrecken das Lenkrad übernimmt?

4. Kindersitz (66,00 €/Woche)

Die Sicherheit für Insassen im Straßenverkehr hat höchste Priorität, hier sollten auch keine Einsparungen gemacht werden. Die Regelungen für die Beförderung von Kindern sind außerdem gesetzlich festgelegt und wie folgt definiert:

  • Babysitz: 0-13kg für Kinder bis 2 Jahre
  • Kindersitz: 0-18kg für Kinder bis 5 Jahre
  • Sitzerhöhung: 15-36kg für Kinder bis 12 Jahre

 

Kindersitze im Auto Andere Länder - andere Regeln: Nutzung von Kindersitzen im Ausland © Flickr - seandreilinger

Kinder, die größer als 150cm sind, und Kinder, die älter als 12 Jahre sind, brauchen keinen Kindersitz. In unserem Fallbeispiel –Spanien - unterscheidet sich das Gesetz bezüglich der kritischen Größe. Diese wurde mit 135 cm definiert. Der Kindersitz, erhältlich in einer Preisspanne von 10,00 € (Avis/Europcar) – 20,00 € (Hertz) ist mit einem durchschnittlichen Wochenpreis 88,36 € nicht gerade ein Schnäppchen. Das haben auch die Anbieter gemerkt (außer Sixt – kein Maximalpreis) und die Kosten für die Anmietung eines Kindersitzes auf 66,00 € max. (Hertz) begrenzt.

Unser Tipp: Kindersitz im Flugzeug mitnehmen, diese werden in der Regel (wie ein Kinderwagen) kostenfrei transportiert wie unsere Stichproben bei AirBerlin, Easyjet und Lufthansa ergeben haben.

5. Tankservice – zu wenig aufgetankt vor der Rückgabe? (18,50/10 Liter)

Am Tag der Rückreise geht häufig alles etwas drunter und drüber; sei es das Steckenbleiben im Verkehrschaos auf dem Weg zum Flughafen oder die Herausforderung noch in Flughafennähe eine Tankstelle zu finden. Komplikationen und Verzögerungen sind vorprogrammiert und das zeitige Erreichen des Flughafenterminals hat höchste Priorität. So kann es schnell passieren, dass der Wagen nicht wie vereinbart komplett vollgetankt zurückgegeben wird. Hierfür wird von Sixt und Co. ein Tankservice angeboten.

Die Anbieter halten sich bedeckt mit den Auskünften zu genauen Preisen und geben an: "Die jeweils gültigen Tarife sind in den Sixt Stationen erhältlich" (Auszug aus den AGB´s). Heißt, Preise sind abweichend je nach Standort und den dort geltenden Benzinpreisen. Dennoch geben zwei der geprüften Firmen Richtpreise für den Tankservice auf Ihren Webseiten an, diese reichen von 3,00 € – 3,30 € pro Liter; macht einen Aufpreis von durchschnittlich knapp 1,85 € pro Liter (bei einem Benzinpreis von ca. 1,30 €). Bei 10 Litern kommt ein Gesamtpreis von 18,50 € zusammen.

Unser Tipp: Zur Vermeidung dieser Extrakosten die verfügbaren Tankstellen in der Nähe der Mietstation im Vorhinein überprüfen, hier helfen Apps wie „mehr tanken“. Einfach über das Hotel-Wifi am Tag vor der Abreise noch einmal checken oder sich bei der Mietwagenfirma bei Abholung des Fahrzeuges nach der nächstgelegenen Tankstelle erkundigen.

6. Standortzuschlag (50,00 €/Woche)

Wussten Sie, dass bei der Anmietung an „Hot Spots“ wie Bahnhöfen oder Flughäfen ein extra Zuschlag berechnet wird? Unsere Recherchen haben gezeigt, dass der Standortzuschlag knapp 20% beträgt. Das ergaben Stichproben; zum Beispiel kostet ein Mietwagen in Barcelona für eine Woche 250 € Miete am Flughafen bei Europcar, jedoch nur 210 € an einer Station im Zentrum – offiziell wird der Aufpreis nur von Sixt in den AGB´s bestätigt – dort werden 21.5% Standortzuschlag angegeben.

Unser Tipp: Wenn die Zeit es hergibt, den Mietwagen nicht direkt am bequemsten Ort anmieten, sondern mit öffentlichen Vehrkehrsmitteln zum nächsten Standort fahren, um das Auto dort abzuholen. Je nach Entfernung kann sogar ein Taxi günstiger sein, entsprechend der Mietdauer kann bereits Geld eingespart werden! Ab 2 Wochen können 20% schon bereits mehr als 100,00 € ausmachen.

 

Einzelne Kosten und Inspiration

Die genaue Kostenaufstellung und Inspiration für die Investitionen des eingesparten „Lehrgeldes“ zeigt unsere Infografik:

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Juni 2014 15:22
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