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Dienstag, 06 Dezember 2016 14:41

Umgang mit alkoholisierten Mitfahrern - Tipps für nüchterne Fahrer

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„Ach, das bisschen Bier“ und „Quatsch, passiert schon nichts,“ sind Sätze, die man des Öfteren von Autofahrern nach einem feuchtfröhlichen Abend mit Freunden oder Kollegen hört. Auch wenn die erschütternden Konsequenzen von Alkohol hinterm Steuer nun wirklich jedem Fahrer bekannt sein müssten, zeugen die neusten Zahlen des Statistischen Bundesamts davon, dass zu Viele die potenziellen Folgen immer noch auf die leichte Schulter nehmen. Der Statistik zufolge gab es in 2015 in Deutschland 305.659 polizeilich erfasste Verkehrsunfälle mit Personenschaden, 14.732 davon unter dem Einfluss berauschender Mittel.

Alljährliche Sensibilisierungskampagnen, wie zum Beispiel BOB, leisten im Kampf gegen betrunkene Verkehrssünder notwendige Arbeit. BOB ist eine europaweite Kampagne, die vom Institut Belge pour la Securite Routiere (Belgiens Verkehrssicherheitsinstitut) ins Leben gerufen wurde und inzwischen nicht nur dort, sondern auch in den Niederlanden, Schweden und Griechenland, sowie großen Teilen Deutschlands verbreitet ist. Das Ziel dieser Aktion ist die Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle, insbesondere solche unter Einfluss von Alkohol. BOB ist in diesem Fall der Fahrer einer Gruppe, der sich nach Absprache bereit erklärt, keinen Alkohol zu trinken und sich und seine Mitfahrer sicher nach Hause bringt.

Betrunkene Mitfahrer – was tun?

Doch BOB zu sein ist nicht immer leicht, denn Menschen reagieren in verschiedener Weise auf den konsumierten Alkohol. Da sind Probleme fast vorprogrammiert. Wir von Leihwagenversicherung.de haben uns deshalb mit diesem Thema ausführlich beschäftigt und einen Guide zusammengestellt, der mit einem zwinkernden Auge auf ein ernstes Thema aufmerksam machen soll.

Für alle die, die sich bereit erklärt haben, bei der nächsten Party BOB zu sein, hier ein paar Tipps und Tricks für eine sichere und möglichst ereignislose Heimfahrt:

Infografik über die verschiedenen Typen von alkoholisierten Beifahrern

Tipps und Tricks

  • Mit den Mitfahrenden die grundsätzlichen Regeln, z.B. Abfahrtszeit und Verhalten im Auto im nüchternen Zustand absprechen, ggf. unmittelbar vor der Abfahrt noch einmal daran erinnern
  • Dicke Jacke anziehen, Heizung aus, Fenster auf, damit Mitfahrern nicht so schnell schlecht wird
  • Passagiere nur dann auf dem Beifahrersitz Platz nehmen lassen, wenn sie den Fahrer nicht ablenken oder ihn in der Bewegungsfreiheit einschränken
  • Kindersicherung aktivieren
  • Wenn nötig den Beifahrer eigenhändig angurten
  • Decke unterlegen, für den Fall, dass sich jemandem übergeben muss
  • Ruhig und entspannt ansprechen
  • Nicht die Nerven verlieren, wenn man etwas öfter wiederholen muss
  • Hilfe anbieten
  • Respektieren, wenn keine Hilfe benötigt wird
  • Klare und deutliche Anweisungen geben
  • Beleidigungen nicht zu ernst nehmen
  • Eventuell einen Eimer mit Deckel mitführen

Bitte anschnallen

Doch wie bekommt man als BOB widerspenstige Beifahrer dazu, sich richtig anzuschnallen? Dirk Holl, Vorstandsvorsitzender des Taxiverband Deutschland e.V., hat damit jahrelange Erfahrung und sagt dazu: “Es gibt betrunkene Personen, die sind äußerst aggressiv und suchen jegliche Streitmöglichkeit. Diese Fahrgäste werden meist von den Taxifahrern stehen gelassen, da sie eine Gefahr für den Verkehr und den Fahrer darstellen. Ansonsten heißt es nicht lange diskutieren, handeln und im Fahrzeug klarstellen wer der Chef ist.“

Auch Thilo Cablitz, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei Berlin, rät Mitfahrer, die sich nicht ordnungsgemäß anschnallen wollen, nicht zu befördern: „Als Fahrzeugführer/in ist man im Rahmen der allgemeinen Verhaltens- und Sorgfaltspflichten unter anderem für die vorschriftsmäßige Beförderung verantwortlich. Auf diese Regelung sind Fahrzeuginsassen, die ihren vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht anlegen wollen, unmissverständlich vor Fahrtantritt hinzuweisen. Andernfalls sind sie von der Mitnahme auszuschließen.“

Mitfahrer haben auch Pflichten

Wer das Glück hat einen lieben Freund oder Kollegen zu kennen, der nüchtern bleibt und fährt, sollte sich dennoch bewusst sein, dass man als Beifahrer auch eine gewisse Mitverantwortung für den sicheren Verlauf der Heimfahrt hat. Das Online-Magazin Anwaltauskunft.de erklärt, dass es „für alkoholisierte Beifahrer, die sich in die Fahrt einmischen, und sich daraus ein Unfall entwickelt, strafrechtliche Folgen haben kann – bis hin zur fahrlässigen Tötung oder Körperverletzung.“ Zwar wäre es nicht verboten als Beifahrer Alkohol im Blut zu haben, „doch wenn dieser alkoholisiert doch mal in das Lenkrad greift, droht Gefahr für Leib und Leben der anderen Insassen und möglicher weiterer Verkehrsteilnehmer“. Also am besten nach hinten setzten, damit der Fahrer nicht abgelenkt wird oder ein Nickerchen auf dem Beifahrersitz machen.

Last modified on Donnerstag, 08 Dezember 2016 11:34
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